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Aktuell

Ausstellung "Mitgenommen-Heimat in Dingen| Spurensuche in MM-Ost" in Mariä Himmelfahrt sehr gut besucht

Viele Menschen besuchen die Ausstellung "Mitgenommen-Heimat in Dingen" und das Begleitprogramm und tragen so zum Gelingen der Veranstaltungsreihe bei.

Dr. Martin Steiger, der dritte Bürgermeister, hat am Montag 11.03.2019 im vollen Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt die Ausstellung "Mitgenommen-Heimat in Dingen" des Haus des Deutschen Ostens eröffnet. Viele sind zur Eröffnung gekommen, weil sie zum einen Großeltern hatten, die Heimatvertriebene waren oder selber als kleine Kinder mit den Eltern vertrieben worden sind. Professor Dr. Otto Weber, der die Ausstellung konzipiert hat, hat sehr interessante Informationen zur Ausstellung und dem breiten Feld der Vertreibung und Flucht gegeben. Claudia Link hat alle Besucher herzlich begrüsst und auf die Kooperation mit den Sozialen Stadt verwiesen. Musikalisch umrahmt wurde der Abend sehr stimmungsvoll von Chor Nezabudka, die alle Deutsche aus Russland sind. Somit haben auch sie eine Verbindung zum Thema gehabt.

Die Besucher haben sich sehr angeregt unterhalten und ausgetauscht und es ist einem bewusst geworden wie viel "Verarbeitung" diesbezüglich noch geleistet werden muss und dass solche Veranstaltungen in erster Hinsicht dazu dienen, den Austausch und die Auseinandersetzung mit solchen Themen anzuregen und an zu stoßen. Die Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten stellt historisch bisher den grössten Exodus dar! An die 12 Mio Menschen wurden aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und mussten sich in der Fremde eine neue Heimat suchen! Viel Leid und grosse Qualen mussten die "Flüchtlinge" ertragen.

So geht es den aktuellen "Flüchtlingen" nicht anders, die hauptsächlich 2015 nach Deutschland gekommen sind. Auch sie mussten ihre gewohnte Umgebung aufgeben und sich in Länder niederlassen, deren Sprache und Kultur sie nicht beherrschten. Aber die Geschichte zeigt auch, dass die Integration sehr wohl möglich ist, nur eben nicht von Heute auf Morgen. 

Sehr gut besucht war auch der Film, der in Kooperation mit der vhs Memmingen und dem Mir am drauf folgenden Tag gezeigt wurde. An der Diskussion im Anschluss haben sich viele Zeitzeugen beteiligt. 

Die Lesung, die am Donnerstag, 14.03.2019 unter dem Titel "Heimat in Worten" in Kooperation mit Sabine Roß organisiert wurde, stand ganz im Zeichen "innere und äußere Heimat(en)". Die AutorInnen, die alle aus unterschiedlichen Ländern stammen, haben ihre eigenen Texte und Gedichte vorgetragen. Die Texte wurden zunächst in der Muttersprache, danach auf Deutsch vorgelesen, damit die Besucher die sprachlichen Klänge der jeweiligen Sprachen mithören können. Musikalisch umrahmt wurde der Abend stimmungsvoll von Josef Bichlmair.